Man kann sagen, daß der Innentourismus in Spanien am 17. Dezember 1863 entsteht, als Isabella II. den Pass für die Inlandsreisen abschafft. Aber das wichtigste Ereignis in diesem neuartigen und blühenden Sektor wird am 6. Oktober 1905 seitens des Königs Alfons XIII. stattfinden, unter dem Vorsitz des liberalen Montero Ríos, welcher den Beginn der Verwaltungsorganisation des Tourismus ermöglicht, und somit die Entstehung der ersten spanischen Verwaltungseinrichtung dieser Art.
Die nationale Kommission entsteht aufgrund der Notwendigkeit den touristischen Markt in unser Land zu fördern. Sie versucht eine institutionelle Antwort auf die Komplexität dieses neuen Phänomens zu finden. Diese königliche Verordnung begünstigt, daß im selben Jahr die Zentren für Initiative und Tourismus entstehen. Es sind Genossenschaften ohne finanzielle Interessen, die 1935 als öffentliche Vereine deklariert wurden.
Ihr Hauptziel ist die touristische Förderung des Gebiets. In den ersten Jahren des letztens Jahrunderts entstanden auch andere Initiativen, die die touristische Entwicklung unterstützten und förderten. Einige Beispiele sind u.a. die Gründung der Gemeinschaft für Fremdenattraktion in Barcelona 1908, die Zentren für Initiative und Tourismus in San Sebastián 1903 und in Tarragona 1911.
Die CIT existieren schon seit über 100 Jahren und bis heute sind sie ihrer Identität und philosophischen Prinzipien treu geblieben. In vielen Gegenden Spaniens waren sie die wirklichen Hauptdarsteller des Tourismus und haben aktiv an ihrer Entwicklung teilgenommen, indem sie zu Stiftungen und Entwicklungskonzernen gehörten, beispielhafte Aktionen und Förderungen in Lauf gebracht haben, und dem Sektor Bildung ermöglicht haben.
Diese touristischen Vereine werden Aktivitäten entwickeln, die immer zur Kooperation der Tourismusförderung beitragen, und in größerem Maße werden sie den Autoritäten, den zuständigen Behörden und Vereinen des Sektors, die Bedürfnisse und Vorschläge schildern, die man für Interessant hält, um die Planung zu verbessern.
Sie haben schon immer dazu beigetragen die Landschaft, die traditionelle Architektur, die Traditionen und die Umwelt zu hüten, zu konservieren und zu schützen; dabei versuchen sie die besonderen Werte jedes Gebiets zu verstärken. Sie haben die Regelbefolgung der Stadtplanung angetrieben und angereizt, und den Respekt und die Beibehaltung der architektonischen Stile sowie die Gesamtheit der Sehenswürdigkeiten gefördert.
Sie haben jede Form von Kultur, Kunst, Sport und Freizeitattraktionen und Aktivitäten angeregt, je nach den Eigentümlichkeiten der Region und den Eigenschaften der Bevölkerung, und somit Vergnügen und Freizeitgenuss der Besucher und Touristen erhöht. Sie waren und sind der wirkliche Ursprung jeder Art privater Initiativen für die Expansion und Verbesserung der touristischen Dienstleistungen.
Zusammengefasst, sie haben immer versucht jede Aktion zu fördern und durchzuführen, die zur touristischen Entwicklung führen konnte. In unser Land waren sie die wirklichen Hauptdarsteller des Tourismus und haben aktiv an ihrer Entwicklung teilgenommen, oftmals gehörten sie zu den staatlichen Behörden.
Wir sollten uns darüber freuen, dass diese Vereine unser Land in nur einem Jahrhundert als eines der Wichtigsten in dieser Materie positioniert haben.
Es ist auch benennenswert, dass die Engländer, die grossen Erfinder des Tourismus, bereits ein Jahrhundert vorher begannen diese Aktivität zu entwickeln; heutzutage belegen sie weltweit nur die sechste Stelle. Spanien hat es mit Hilfe der schwunghaften CIT, in nur einem Jahrhundert bis zur zweiten Stelle geschafft.
Die umfangreichen Aktivitäten dieser privaten Vereine wurden von Personen koordiniert und geleitet, die altruistisch und freiwillig diese Zentren zusammenstellen, und die in jeder Gegend die meiste Vorbeitung und Erfahrung aufweisen. Die Jahre haben sie im Tourismus weise gemacht. Sie bestehen aus "allen" sozialen Vertretern, die in den Gebieten involviert sind, ausnahmslos; sodass ihre Erfahrung und ihr Einfluss viel mächtiger sind, als die eines professionellen Vereins, welches nur die finanziellen Interessen verteidigt, ohne die Allgemeinen in betracht zu ziehen.
Die CIT bestehen aus Techniker, Fachleute, Geschäftsleute, Gewerkschaften, Arbeiter, Hoteliere, Reiseagenten, Luft-, See- und Landspediteure, Kneipen, Restaurants, Discotheken, Händler, Taxifahrer und andere Vereine. Letztendlich ist ein CIT die assoziative Zusammenfassung eines Ortes. Die CIT sind echte Gesprächspartner und das hat sich im Laufe der Geschichte bewiesen. In diesen letzten 100 Jahren haben sie beim Aufbau eines der wichtigsten Länder im weltweiten Tourismus mitgewirkt.
Die CIT haben vielfältige Tätigkeiten ermöglicht, von den typischen touristischen Festlichkeiten, bis hin zu Tätigkeiten im Rahmen von aktiven und kulturellen Tourismus, Messen und Ausstellungen, Konzerten, kulturelle-, gastronomische und Umwelttagungen. Die Zentren für touristische Initiativen sind die wirklichen Pioniere im Tourismus dieses Landes, welches die weltweite touristische Anerkennung verdient.
Der Autor Sebastián Fernández Gutiérrez schildert in seinem Werk "Stadtplanung und Tourismus" über die CIT´s: "Abgesehen vom Staatsapparat, bildeten sich in Spanien private Vereine mit dem einzigen Ziel, die touristische Entwicklung zu fördern. In den Kanaren gibt es seit dem „Boom“, provinzielle und sogar örtliche Organisationen, die bereit sind bei der Förderung des Sektors mitzuwirken. Mit diesem Ziel können wir nicht die wichtige Leistung vom CIT, Zentrum für touristische Initiativen, abstreiten.“
Aber was ist eigentlich ein CIT? Die Antwort eines der Ehrenpräsidenten vom Zentrum für Initiative und Tourismus von Santa Cruz de Tenerife, Luciano Lemus Izquierdo, bietet eine klare Definition dieser Vereine: "Die Zentren für touristische Initiativen, Tourismus-förderer und Tourismus-Gewerkschaften, die je nach Ortschaften in Spanien auf diese drei Weisen genannt wurden, sind Personenvereine, die daran interessiert sind, den Tourismus in ihren Städten oder touristischen Gebieten zu fördern, und die, auf altruistische Weise, Verhandlungen durchführen, Veranstaltungen organisieren und mit den Rat- oder Gemeindehäuser zusammenarbeiten, um die Lebensbedingungen, die Ästhetik, die Belebung und die Anziehungspunkte zu verbessern, hauptsächlich um eine grössere Anzahl von Besuchern und Touristen zu erzielen.
Es waren nie öffentliche Unternehmen und sie lebten hauptsächlich durch Beiträge der Mitglieder, Fortschrittsfreunde der Städte: touristische Unternehmer, Hoteliere, Reiseagenturen, Spediteure usw. Aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen und Stadträte erhalten sie Unterstützung für einzelne Tätigkeiten.